Editorial
Regulatorische Vorgaben werden häufig als Belastung gesehen. Sie stehen für Papierarbeit, Kontrollen und zusätzliche Schritte im Alltag. Doch jede Vorgabe beruht auf einem Gedanken, der sich aus Erfahrungen, gesellschaftlichen Erwartungen und Lernprozessen entwickelt hat. Wenn diese Grundidee verstanden wird, zeigt sich der eigentliche Zweck. Regulierung schafft Vertrauen, Stabilität und Orientierung.
Viele Regeln greifen Entwicklungen auf, die in der Gesellschaft längst spürbar sind. Sie halten fest, was wir als sicher oder fair ansehen, und schützen Menschen, die auf klare Rahmenbedingungen angewiesen sind. In diesem Sinn sind sie weniger ein Fremdkörper, sondern eine gemeinsame Grundlage, die das Zusammenleben und die Zusammenarbeit erleichtert.
Regulatorische Anforderungen verursachen Aufwand. Sie brauchen Zeit, Geld und Fachwissen. Entscheidend ist daher, wie wir sie wirkungsvoll und mit einem vernünftigen Einsatz der vorhandenen Mittel umsetzen. Auch 2025 stand im Zeichen dieser Aufgabe und der Suche nach einer praktikablen und verantwortungsvollen Umsetzung.
Digitale Transformation
Ein zentrales Beispiel ist die Digitalisierung. Sie ist nicht nur eine Folge gesetzlicher Vorgaben, sondern bietet konkrete Vorteile. Sie erhöht die Sicherheit durch nachvollziehbare Prozesse und schafft Transparenz, weil Kundinnen und Kunden jederzeit sehen können, wo ihr Gesuch steht. Ebenso bringt sie Effizienz, indem sie Ressourcen für Beratung und komplexe Aufgaben freisetzt. Entscheidend ist, dass Digitalisierung nicht eine eins zu eins Übertragung analoger Abläufe bedeutet, sondern eine Neugestaltung, bei der die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen.
Regulatorische Vorgaben verändern sich im Lauf der Zeit. Sie reagieren auf neue Risiken, auf technische Entwicklungen und auf gesellschaftliche Trends. Die digitale Transformation zeigt dies deutlich. Sie ist ein Beispiel dafür, wie wir Vorgaben nicht nur erfüllen, sondern aktiv weiterdenken.
Faktor Mensch
Regulierung kann nur funktionieren, wenn sie verstanden und getragen wird. Es geht nicht um ein striktes Befolgen von Regeln. Vielmehr geht es um ein System, das zuverlässig ist, Missbrauch verhindert und sowohl Versicherten als auch Institutionen Rechtssicherheit gibt. Mit der Umsetzung regulatorischer Anforderungen leisten wir daher einen Beitrag zum Funktionieren unseres gemeinsamen Systems.
Strategische Investitionen
Dieser Bericht zeigt, wie wir die Vorgaben des letzten Jahres umgesetzt und welche Investitionen wir dafür getätigt haben. Dazu gehören Investitionen in unsere IT, in die Entwicklung unserer Mitarbeitenden und in die Stärkung der Kundenorientierung. Wir haben unsere strategischen Massnahmen in der Strategie 2030 überprüft. Einige Projekte konnten abgeschlossen werden. Andere bleiben bestehen und bilden die Basis für die nächsten Schritte.
Die vor uns liegenden Aufgaben sind anspruchsvoll und erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Arbeitsweise. Der Blick nach vorne macht deutlich, dass bestehende Prozesse gezielt angepasst werden müssen. Durch Automatisierung und Digitalisierung entfallen schrittweise wiederkehrende Tätigkeiten, wodurch neue Gestaltungsspielräume entstehen. Diese Veränderungen ermöglichen es, den Fokus stärker auf schnellere Bearbeitung, die individuelle Beratung und auf wertschöpfende Tätigkeiten zu legen. So schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Ausrichtung
unserer Arbeit.
Ich danke allen Mitarbeitenden herzlich für ihren täglichen Einsatz und den Aufsichtsgremien für die engagierte Begleitung auf unserem gemeinsamen Weg.
Dòra Makausz
Direktorin der AKB
Von links: Martin Benz, Abteilungsleiter Beiträge und Zulagen/Stv. Direktor; Emanuel Lauber, Abteilungsleiter Renten und Taggelder; Dòra Makausz, Direktorin; Fritz Marti, Abteilungsleiter Support und Dienstleistungen; Karin Schreiber, Abteilungsleiterin Ergänzungsleistungen
Unsere Vision
Als Ausgleichskasse des Kantons Bern erbringen wir qualitativ hochstehende und effiziente Dienstleistungen im Bereich der Sozialversicherungen. Dabei begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden kompetent, motiviert und auf Augenhöhe. Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und unsere Mitarbeitenden sind stolz, Teil unseres Unternehmens zu sein.
Unser Leitbild
Wir leben unsere Dienstleistungsorientierung
Unseren Kundinnen und Kunden begegnen wir mit Engagement, Fairness und Interesse, um ihre Bedürfnisse bestmöglich zu erfüllen. Wir sehen neue Anforderungen und wandelnde Bedürfnisse als Chancen, um einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen, während wir stets die rechtlichen Vorgaben einhalten.
Wir sind unseren Mitarbeitenden verpflichtet
Ein gelebtes Klima des Respekts zeigt unsere Sorgfalt im Umgang mit den Mitarbeitenden. Transparente und zeitnahe Information sowie die Möglichkeit zur Mitwirkung in Entscheidprozessen machen unsere Handlungen nachvollziehbar. Die Unterstützung der individuellen Entwicklung ist zentraler Bestandteil unseres Engagements. Wir schaffen entsprechende Arbeits- und Ausbildungsplätze und übernehmen damit gesellschaftliche und soziale Verantwortung.
Wir gestalten unsere Arbeit effektiv und effizient
Wir setzen auf die Etablierung klarer Strukturen, solider Prozesse und funktionaler Schnittstellen. Die regelmässige Optimierung unserer Tätigkeiten ist wichtiger Bestandteil unseres Vorgehens. Mit unseren Ressourcen gehen wir verantwortungsvoll um.
Wir kommunizieren adressatengerecht und proaktiv
Wir informieren unsere Kundinnen und Kunden sowie weitere Anspruchsgruppen offen und verständlich über unsere Aufgaben. Wir legen besonderen Wert auf einen respektvollen Dialog. Damit fördern wir das Verständnis für unsere Tätigkeiten.
Organisation
Wir sind eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt. Unsere Tätigkeiten basieren auf gesetzlichen Grundlagen und Aufträgen. Unsere Kernaufgabe ist der Vollzug der Alters- und Hinterlassenenversicherung. Sowohl der Bund als auch der Kanton können uns weitere Aufgaben übertragen. Dazu gehören Familienzulagen und Ergänzungsleistungen. Die fachliche Aufsicht obliegt dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), während der Aufsichtsrat für die Verwaltungsangelegenheiten zuständig ist. Den Vorsitz des Aufsichtsrats führt die Direktorin für Inneres und Justiz des Kantons Bern, Evi Allemann, in ihrer Funktion als Aufsichtsratspräsidentin.
Aufsichtsrat der AKB(Stand 31.12.2025) PRÄSIDENTIN Evi Allemann VIZEPRÄSIDENTIN Marianne Streiff-Feller |
MITGLIEDER Jürg Brechbühl Manfred Bühler Cyril Friche Thomas Harnisch Eva Meroni |
Geleitet durch die Direktorin, Frau Dòra Makausz, gliedert sich die AKB in die vier Bereiche Abteilung Beiträge und Zulagen (ABZ), geleitet durch den stellvertretenden Direktor Martin Benz, die Abteilung Ergänzungsleistungen (AEL), geleitet durch Karin Schreiber, die Abteilung Renten und Taggelder (ART), geleitet durch Emanuel Lauber, und die Abteilung Support und Dienstleistungen (ASD), geleitet durch Fritz Marti. Die den Gemeinden unterstellten Zweigstellen sind erste Ansprechstellen für Mitglieder und versicherte Personen. |